Stöckskespitter-Eine Kindheit in Oberbarmen

Ob die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg in Darmstadt, Köln, Hamburg, Pforzheim, Heilbronn, Stuttgart oder Wuppertal wohnten, machte fast keinen Unterschied: Die Szene war fast überall die gleiche. Die Städte waren ausgebombt und die Erwachsenen plagten zwei Sorgen: Wo bekommt man ein Dach über den Kopf und was gibt es morgen zu essen? Die Kinder jedoch tickten anders. Sie schleppten keinerlei Verantwortung mit sich herum und waren deshalb ungemein anpassungsfähig. Sie nahmen die Situation so wie sie war und machten das Beste daraus. Peter, der 1947 als Sechsjähriger aus dem Osten kommend mit seinen Eltern nach Wuppertal zog, hatte zwar nur das Nötigste zum Essen, war wie alle Kinder dünn wie Spargel und hatte auch kein Spielzeug – wenn man von drei Kinderbüchern aus der Vorkriegszeit (die ihm nichts nützten, da er noch nicht lesen konnte), einem etwa vier Zentimeter großen Porzellanpüppchen und einem selbst geschnitzten Stock absieht –, hatte aber alle Freiheiten dieser Welt. Er lag den ganzen Tag auf der Straße, verbrachte die Zeit in der Straßenclique, spielte in den Ruinen, wunderbaren Abenteuerspielplätzen und trotzte der Gefahr, die allerdings überall lauerte. Er absolvierte eine Mutprobe nach der anderen, während seine Eltern dafür sorgten, dass die Familie was zu essen hatte. Sie gingen hamstern oder besorgten sich Waren auf dem Schwarz- und Tauschmarkt oder bei Verwandten. Peter war trotz aller Widrigkeiten aus Sicht der Erwachsenen und trotz aller Entbehrungen ein zufriedenes Kind. Besitz allein macht nicht glücklich.

Peter Schnell, der Autor des Büchleins hatte sich in jüngster Zeit über Bücher geärgert, in denen die Kriegsgeneration als dauerhaft geschädigt dargestellt wird, so dass er sich angesichts des nahenden 70. Jahrestages der Beendigung des 2. Weltkrieges an den PC setzte und seine Kindheitserinnerungen niederschrieb. Sicherlich kann man keine Erinnerungen verallgemeinern. Sie stellen jeweils subjektiv empfundene individuelle Schicksale dar. Aber in Gesprächen stelle Peter Schnell immer wieder fest, dass seine Erinnerungen sich mit denen anderer Gleichaltriger decken. Ein Leser schrieb ihm: „Oft habe ich zu meiner Frau gesagt: Hör mal zu, genau so war es!“ Dennoch, es sind persönliche Erinnerungen, die sich in eine Zeit einfügen, die die heutige Generation nicht kennt und auch kaum nachempfinden kann. Der Autor hat das Büchlein deshalb seiner Enkelin gewidmet. Sie fragte ihn einmal, was er so in seiner Kindheit gemacht habe, sicherlich ohne eine Vorstellung über die Zeit damals gehabt zu haben. Der Gedanke, dass Geschichten aus dem täglichen Leben ein einprägsameres Bild über die Zeit nach dem Krieg vermitteln können als theoretische, historisch-wissenschaftliche Abhandlungen, trieb ihn an seine Erinnerungen aufzuschreiben.

Beim Schreiben fielen ihm dann immer mehr Geschichten ein, Geschichten zum Schmunzeln, wie Weihnachten 1948, das verführerische Mädchen auf dem Eisenträger, der Sonntagsspaziergang, die Schlägerei mit dem Bruder, die Erstkommunion, u.a., aber auch Geschichten, die die Gefährlichkeit damaliger Spiele widerspiegeln, wie das Hantieren mit der Brandbombe, die Fassadensprünge vom Fenstersims über Eck auf die Balkonbrüstung im zweiten Stock des Wohnhauses, was bei der Nachbarin fast einen Herzinfarkt ausgelöst hatte, überhaupt die Spiele in den Ruinen. Sein drei Jahre älterer Bruder, aber auch seine Mutter, die trotz der „schlechten Zeiten“ nach den beiden Weltkriegen fast 103 Jahre alt wurde und leider während der Recherchen zu dem Büchlein verstarb, halfen ihm beim Sammeln der Geschichten auf die Sprünge. Sie sahen aber einige Erlebnisse anders als er, was doch zeigt, dass man sich nicht objektiv in die damalige Zeit hineindenken kann, weil man heute, nachdem das alles Vergangenheit ist, nicht mehr der ist, der man damals war, als man es erlebte und man heute in einer völlig anderen Welt lebt als damals und weiß, dass auch das Umfeld das eigene Denken beeinflusst. Und so kann Peter Schnell nicht berichten, wie es objektiv war, sondern wie er meint, es erlebt und empfunden zu haben. Aber ganz sicher ist, dass seine Erinnerungen zusammenhängend ein doch recht anschauliches Bild seiner Kindheit nach dem Kriege in einer zerbombten Großstadt ergeben.

Die legendären Beatles grüßen durch die „5 BEATS“

 

Die Showgaststätte „Wuppertiger Instyle“ von Stefan Thölen in der Traditionskneipe an der Langobardenstraße war bestens gefüllt, als die “5Beats“ Hits aus der besten Beatära erklingen ließen. Friedemann Schmidt selbstbewusst: „Eigentlich wollten wir uns „Beatles“ nennen, aber diesen Namen gab es schon.“ Die Hits der legendären Pilzköpfe animierten zum Tanz und Mitklatschen. Die Sixties waren wieder zurück!

Als die städtische Musikschule Schwelm unter Männern, die mit dem Beat aufgewachsen waren, zur Gründung einer Musikschulband aufgerufen hatte, fühlte sich auch der Oberbarmer Franz-Georg Schmitz (Gitarre, Blues-Harp, Gesang) angesprochen. Er erzählt: „Das erste Treffen im Mai 2012 war wegen der enttäuschenden Resonanz frustrierend für mich, weil ich allein mit dem Musikschullehrer George J. Duchek  https://www.facebook.com/george.duchek), unserem heutigen Coach, anwesend war.“ Eine Woche später kam der Schwelmer Harald Schlücker (Bass) hinzu und brachte Schlagzeuger Holger Feist mit. Wenige Proben später bot sich Thomas Linde (Tasteninstrumente, Gesang) als Tastenspieler und Sänger an. Die „Fab Four“ waren auch in den 1960igern sehr gefragt. Einen weiteren Joker brachte Harald Schlücker ins Spiel, der Friedemann Schmidt (Gitarre, Gesang, Moderation), kannte und sich als Sänger und "lernfähiger Gitarrist" anbot. Schmitz: „So waren wir binnen kurzer Zeit fünf Personen aus verschiedenen Musikrichtungsjahrzehnten, die unser Coach zu einer Band formen sollte. Gemeinsam suchten wir uns unsere ersten Songs aus, die wir einstudierten.“

Ins Licht der Öffentlichkeit trat die Band beim 25jährigen Jubiläum des Fördervereins der Schwelmer Musikschule am 27. September 2013. Der ziemlich laute Beat kam gut an! Zwei Proben je Wochen war die Folge, um ein Konzertprogramm aufbauen zu können. Dass erste Privatkonzert folgte. Schmitz: „Wir hatten Spaß am Spiel vor begeistertem Publikum. Wir legten den Namen "Beat-Revivalband" ab und tauften uns „5 BEATS“. Im Juni 2014 waren wir Open Air am Haus Martfeld in Schwelm im Rahmen des Schwelmer Kunstmarktes "Kunst und Klang" zu sehen und zu hören.“

Weitere Informationen und Bilder gibt es online: www.5beats.de

 

Klaus-Günther Conrads 

 

Berliner Plätzchen

Mit dem Projekt „Berliner Plätzchen“ macht sich die Gemeinde auf den Weg zu den Menschen. Kirche wird dort präsent, wo die Menschen sind. Unter anderem wird in Kürze im „Berliner Plätzchen“ die „Praxis Seelsorge“ eröffnen – eine wöchentliche Sprechzeit. Die „Praxis Seelsorge“ öffnet ab Ende Mai 2015 jeweils mittwochs von 12 bis 14 Uhr. Dann wird eine Seelsorgerin bzw. ein Seelsorger für Gespräche zur Verfügung stehen. Die Gespräche stehen unter seelsorglicher Schweigepflicht.

Zur Unterstützung der „Praxis Seelsorge“ aber auch der zukünftigen Angebote im „Berliner Plätzchen“ suchen wir Menschen, die an einer ehrenamtlichen Mitarbeit interessiert sind. Es geht zuerst vor allem darum, die Besucherinnen und Besucher offen und gastfreundlich zu empfangen. Kommunikationsbereitschaft und Freude an der Begegnung mit Menschen sind gute Voraus-setzungen für eine Mitarbeit.

Interessenten können sich ab sofort bei Pfarrer Ulrich Lemke (Telefon 660433) melden. Eine erste Besprechung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter findet am Mittwoch, 13. Mai, um 12 Uhr im „Berliner Plätzchen“ statt.

Oberbarmen ist die Welt im Miniaturformat

(kgc). Am 11. Februar folgte mit Professor Dr. Uwe Schneidewind der Präsident des Wuppertals Institutes einer Einladung des Bürgerforums Oberbarmen. Von einem „hochkarätigen Gast“ dessen am Döppersberg beheimatetes Institut in aller Welt wertgeschätzt wird, sprach Bernd Schäckermann, Vorsitzender des Bürgerforums und Geschäftsführer des CVJM Oberbarmen in seiner Begrüßung in der „Opera“ des Jobcenters unter dem Dach der früheren Seifenfabrik Luhns. Die Zusage nach Oberbarmen drückt die Wertschätzung der Bürgervereine allgemein, aber auch Schneidewinds Ziel aus, Wuppertal in seiner positiven Entwicklung zu unterstützen und das Wuppertal Institut mehr als bisher in der Heimatstadt zu verorten.

 

Informations- und Diskussionsforum

Bereits in der Vergangenheit hat sich das Bürgerforum Oberbarmen als Informations- und Diskussionsplattform erwiesen. Eine Besucherin beklagte zwar das mangelnde Interesse der breiten Öffentlichkeit an spannenden Themen, jenseits von Döppersberg, Primark und Kirmesplatz Carnaper Straße. Das BFO setzt auf Fachinformation, bevor Meinungen gebildet und Konzepte entwickelt werden. Diese Hintergründe können Onlineplattformen selten erfüllen. Bernd Schäckermann: „Wir haben schon viele Themen, von denen manche Leben und Stadtbild in Oberbarmen verbessert haben, tief diskutiert und drücken so die Bedeutung unseres Bürgerforums als wirkliche Bürgerinitiative aus. Wir laden alle Menschen zum Mitmachen ein. Bitte bringen Sie Ihre Themen mit und kommen Sie zu uns!“

 

 

Foto: Conrads

Herz für Klima, Umwelt und Energie schlägt in Wuppertal

Professor Dr. Uwe Schneidewind ist Präsident des Wuppertal Institutes fürKlima, Umwelt und Energie. Dieses Institut hat als Denkfabrik weltweite Bedeutung und fand 1991 auf Initiative von Johannes Rau, dem früheren Landeswissenschaftsminister, Ministerpräsidenten und Bundespräsidenten, seinen Standort in Wuppertal. Rau hatte früh erkannt, dass ein vom Land NRW getragenes, aber unabhängiges Institut Perspektiven entwickeln und Zukunftsfragen auf den Handlungsfeldern Klima und Energie beantworten muss. Das Haus am Döppersberg trägt den Namen unserer Stadt positiv in alle Welt! Schon Gründungspräsident (1991-2000) Ernst Ulrich von Weizsäcker hatte von einer „Marke“ gesprochen.

 

Luhns steht für Vergangenheit und Zukunft

Uwe Schneidewind gab in der „besonderen Location“ einen Überblick über die Aktivitäten des Wuppertal Institutes und schaffte konkrete Bezüge zur Stadt Wuppertal, die er als eine der interessantesten Städte der Welt bewertet. Vor dem Hintergrund, dass 2050 mehr als neun Milliarden Menschen auf der Erde leben, stellte Professor Schneidewind fest, dass globaler Wohlstand unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht möglich ist: „Ein Wohlstandswandel ist weltweit unumgänglich. Grüne Ökonomie reicht nicht. Eine Strategie gegen den Klimawandel ist weiterhin offen. Unsere Effizienzgewinne durch sparsamere Elektrogeräte werden durch zusätzliche Geräte aufgefressen. Hatte ein Haushalt vor einigen Jahrzehnten zwei Geräte, sind es heute rund 20, vom Kühlschrank über Waschmaschine und Fernseher bis zu Computer, Drucker, Tablet, Smartphone und Auto. Heute schon indiskutable Lebensbedingungen verstärken die Wohlstandsflucht, wie wir sie heute schon aus Afrika erleben.

 

Stadt ist Welt im Kleinen

Jede Kommune, die Welt im Kleinen, die vor dieser Herausforderung steht, benötigt eine Identifikation schaffende, spezifische, auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnittene, individuelle „kraftvolle Geschichte“ in Form einer Vision, die der langfristigen Arbeit an der Bewältigung der Herausforderung ein tragfähiges Fundament verleiht.“ Als interessante Zukunftsprojekte nennt der Institutspräsident den Arrenberg und die Nordbahntrasse mit ihren Stationen, beispielsweise am Mirker Bahnhof (Kraftzentrum „Utopiastadt“). Den jungen Akteuren bescheinigt Schneidewind brilliantes Handeln und tiefen Sinn. „Wir brauchen für den tiefgreifenden Umbruch die junge Generation.“

Für den zugereisten Uwe Schneidewind ist Wuppertal eine faszinierende, inspirierende Stadt, die sich schon mehrfach neu erfinden musste und immer eine Werkstatt bleiben wird. Die spannende Zeit der Industrialisierung beschreibt er mit den Namen Friedrich Bayer und Friedrich Engels, der Hofaue als deutsches Textilzentrum, der Schwebebahn als herausragendes, weltweit einmaliges Verkehrsmittel. Doch vom deutschen Industriezentrum ist nichts mehr übrig geblieben, bestenfalls als Schwerpunkt der Automobilzulieferindustrie. Und der „Kobold“ aus dem Hause Vorwerk, dessen Wiege einst auf dem Wupperfeld stand. Die Technologie spiele eine große Rolle, doch produziert wird anderswo. Seit 2000 hat sich die Kultur nach vorne geschoben: Pina Bausch, Tony Cragg und die Nordbahntrasse im Netz der Bergischen Panoramaradwege. Wuppertal ist die grünste Großstadt in Deutschland.

 

Schwupp-di-wupp! Oberbarmen wird hip!

Vom „wilden Osten“ sprechend erkannte Uwe Schneidewind Oberbarmen mit Nordbahntrasse, Gründerzeitvierteln, Bergischem Plateau, Skatehalle „Wicked woods“, Parkouranlage, Luhns, Bünger und Schwarzbach („Wuppertaler Bronx“) als Beleg für bereits eingetretene Veränderungen und nötigen Wandel: „Es geht längst nicht mehr nur um einen Abwärtstrend.“

Thomas Lenz, Hausherr im Jobcenter und überzeugter Wuppertaler, hat das Potenzial längst erkannt und rät zu Geduld, Optimismus und Kraftanstrengung, mahnt jedoch auch, „alle Leute mitzunehmen, weil jeder Mensch wertvoll ist.“

 

Ideenwerkstatt und Labor geöffnet

Das Bürgerforum Oberbarmen thematisiert die Schwarzbach mit ihrem Potenzial das Belegen der leer stehenden Wohnungen mit Studenten und jungen Menschen, „weil die Mieten klein gehalten werden können.“ Die ehemalige Seifenfabrik Luhns steht südlich des Jobcenters noch weitgehend leer. Gemeinsam mit Wuppertal Institut und der Bergischen Universität möchte das Bürgerforum aus einer Multikulturellen Vision etwas Handfestes entwickeln: Mehrgenerationenwohnen (Studierende, Familien, Senioren), Gesundheitszentrum, Hostel, lokaler Markt. Studierende könnten ein Betreibermodell entwickeln. Uwe Schneidewind: „Oberbarmen ist ein wunderbarer Ort für viele Generationen!“

Vor dem Hintergrund, dass in Barmen überdurchschnittlich viele arme Menschen leben, von denen einige ohne Stromversorgung leben müssen, sprach Bernhard Schmidt vom Heidter Bürgerverein Prepaid-Stromzähler als gute Lösung für Familien an, die sonst im Dunkeln sitzen. Münzfernsprecher sind vergleichbar, doch große Stromlieferanten wie die WSW wollen an das Thema nicht heran.

 

Der Dreck muss weg!

Die Sauberkeit des DB-Bahnhofes (Unterführung) und der Schwebebahnstation (Treppentürme) wurden heftig beklagt. Als wesentliche Verschmutzungsquellen wurden McDonalds und nächtlich der Butanclub ausgemacht. Uwe Schneidewind will das US-Unternehmen überzeugen, dass mangelndes Sauberkeitsengagement außerhalb des Restaurants, Arbeitsbedingungen, Tierhaltung und Ernährung dem Image auf Dauer nicht förderlich sind.

 

Angsträume

Beklagt und von Akteuren als Aufgabe erkannt wurde der Angstraum für Fußgänger und Radfahrer zwischen Bahnhof Oberbarmen (Berliner Platz) und Nordbahntrasse.

 

Kampf gegen Tretminen

Uwe Schneidewind wohnt unterhalb der Hardt und bekennt: „Ich will mich nicht von Hundescheiße terrorisieren lassen.“ Aber: Hundekot ist überall in der Stadt ein großes, unerfreuliches Problem. An vielen Orten wurden bereits Spender für Plastiktüten aufgestellt, die Hundebesitzern das Entsorgen des Kots kostenlos erleichtern sollen. „Flagge zeigen“ ist das erste Ziel der IG „Wir in Wichlinghausen“ und des Bürgerforums Oberbarmen. Gemeinsam mit dem „Futterhaus“ wurde erreicht, dass es in teilnehmenden Geschäften kostenlose Plastiktüten zum Mitnehmen gibt. Dazu wurden gelbe Hinweiszettel hergestellt. Die Aktionsbeteiligten hoffen, dass sich Hundebesitzer einsichtig zeigen und das Angebot nutzen.

 

Es gibt viele Möglichkeiten

Für die Verbesserung der Lebensqualität und Ökonomie engagiert sich die Wuppertaler Quartierentwicklungsgesellschaft, die Hausbesitzer in Oberbarmen und Wichlinghausen über finanzielle Unterstützung bei Renovierung und Sanierung hilft. „Unverzichtbar sind außerdem ehrenamtlich Aktive in Bürgervereinen und Initiativen“, stellt Uwe Schneidewind klar und lobt bei dieser Gelegenheit das gastgebende Bürgerforum Oberbarmen. Er will Oberbarmen zur Ideenwerkstatt machen und einige der rund 20.000 Studierenden der Bergischen Universität für Projekte gewinnen: „Wir haben dort ein riesiges Wissenspotenzial, das wir ausschöpfen können.“

 

Informationsquelle: http://wupperinst.org

"bookcrossing"

Cordula Kloy kümmert sich ehrenamtlich um das Bücherregal in der „Färberei“ am Peter-Hansen-Platz.

Erfinder

„Bookcrossing“ wurde 2001 von dem Amerikaner Ron Hornbaker erfunden. Anstatt ein Buch nach dem Lesen im Regal verstauben zu lassen, lässt man es einfach absichtlich im Buchregal der „Färberei“ oder einer anderen Bookcrossing-Station stehen, damit es von einer anderen Person „gefunden“ wird.  Dieser Mensch liest das Buch und gibt es nach der gleichen Methode weiter. Zur „Verfolgung“ des Buches ist notwendig: lesen, registrieren und freilassen.

Website als Informationsdrehscheibe

Auf der Website www.bookcrossing.com oder in Deutschland www.bookcrossers.de werden Bücher registriert und bekommen eine einzigartige Bookcrossing-Ident-Nummer (BCID). In der „Färberei kümmert sich Cordula Kloy darum! Diese Nummer wird mit einem erklärenden Aufkleber auf den Umschlag des Buches geklebt (Aufkleber findet man auf der Website). Findet jemand ein solches Buch, tippt er die Nummer auf der Website ein und erfährt so die Geschichte des Buches: wer es zuvor gelesen hat, welche Reise das Buch machte, wo es jetzt ist und eventuell, wie die Leser das Buch bewerten.

Was bringt das?

„Bookcrossing“ sorgt für die Verbreitung von Literatur im weitesten Sinne. Bücher, die weitergegeben werden, werden gelesen, statt zu verstauben. Es macht Spaß, zu überlegen, wohin das Buch passt oder wo es interessierte Leser findet. Der Ort, an dem ein Buch liegen gelassen wurde, ist auf der Website verzeichnet. So kann gezielt nach bestimmten Bücher „gejagt“ werden. Im Internet befindet sich also eine Liste aller Bücher! Eine offizielle „Open Bookcrossing Zone“ befindet sich beim TÜV Rheinland.

Was mache ich?

Ob angemeldet oder anonym: wenn Sie in Buch gefunden oder bekommen haben, tippen Sie die BCID-Nummer auf der Homepage ein. Es wird angezeigt, wer das Buch vorher gelesen hat, wo es schon überall war, und wie vorherige Leser den Inhalt fanden.

Funktion

Mitmacher brauchen einen Internetzugang. Man meldet sich mit einem Pseudonym/Nick Name an. Persönliche Daten werden nicht weitergegeben. Die eigene E-Mail-Adresse ist notwendig, um über den Verbleib eines Buches informiert zu werden.

Einladung ins Färberei-Café

Das Café in der „Färberei“ bietet sich zum sofortigen Schnuppern oder gar Lesen sehr gut an: montags bis donnerstags von 12 bis 21 Uhr, freitags von 12 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 19 Uhr. Werktags gibt es von 12 bis 14 Uhr Mittagstisch mit täglich wechselnden Tagesgerichten, anschließend warme Kleinigkeiten und frisch gebackene Kuchen. Im Café gibt es keinen Verzehrzwang.

Weitere Informationen gibt es online: www.faerberei-wuppertal.de