Alles eine Frage des Images?

(kgc). Die Berliner Straße ist schöner als ihr Ruf! Trotz der Neugestaltung in den 1980er Jahren mit einem grünen Mittelstreifen, Radwegen und breiten Gehwegen, sind die Umsätze des Handels gesunken. Allein die lange Bauzeit hat zum Abwandern der Kunden geführt. Fachgeschäfte, wie Schuhhaus Klauser, Hosen König und Sportmode Weidenbach, haben sich zurückgezogen und der Internethandel tut sein Übriges. Dagegen sucht das kulturelle Angebot in Oberbarmen in Wuppertal seines Gleichen: Färberei, Immanuelskirche, Cinema, Wuppertiger Instyle.

Gegen die weitere Schwächung des „Berliner Boulevards“ gibt es eine Mobilmachung, die von einem Arbeitskreis Berliner Straße angeführt wird, in dem sich die Aktionsgemeinschaft und das Bürgerforum Oberbarmen, die Stadt Wuppertal und das Quartierbüro 422 engagieren. Im ersten Schritt wurden Händler entlang der Berliner Straße befragt und zu Informationen und Gesprächen eingeladen.

Jüngst fand die zweite Versammlung mit Eigentümern an der Berliner Straße statt. In einem Workshop mit Kaffeehaus-Atmosphäre wurden Informationen zum Alltag, zur eigenen Immobilie und Wünsche gesammelt. Im nächsten Schritt soll noch im Sommer eine Organisationsform diskutiert werden. „Über die anwesenden und interessierten Immobilienbesitzer haben wir uns gefreut, doch längst sind nicht alle gekommen,“ bilanziert Andreas Röhrig (Infotelefon: 97 64 99 41) vom Quartierbüro 422: „Die Türe bleibt offen und Eigentümer können jederzeit dazu kommen.“ Auch der Arbeitskreis Berliner Straße/Platz ist keine geschlossene Gesellschaft, sondern freut sich über Mitwirkende.